Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim
Entgegen meiner bisherigen Abneigung gegen organisierte und damit "zu bezahlende" Laufveranstaltungen wollte ich doch einmal echtes Wettkampffeeling schnuppern, um zu sehen wie sich das real anfühlt. Aus logistischen Gründen sollte dies möglichst nah bzw. komfortabel zu erreichen sein. Nach einiger Recherche bot sich da der erste Bonner Neujahrslauf an. Dieser fand zwar nicht wie der Namen vermuten lässt am 31.12. oder 01.01. statt, sondern am 17.01.2016. Etwas Besonderes zu vielen anderen Läufen war die Ausschreibung: "Erst während des Laufes entscheidet Ihr, welche Distanz Ihr laufen möchtet! Ob eine morgendliche Runde mit der ganzen Familie oder auf der Jagd nach Kilometern und Zeiten, wir bieten Euch Beides! Fühlt Ihr Euch nach der ersten Runde fit genug, biegt Ihr einfach in die zweite Runde ein und kommt automatisch in die 2-Runden-Wertung. Habt Ihr nach der zweiten Runde noch nicht genug, geht es in die dritte Runde und Ihr werdet in der 3-Runden-Wertung gezählt usw... Zeitlimit: 60 Minuten nach dem Start können keine weiteren Runden mehr gestartet werden. Angefangene Runden dürfen beendet werden und kommen in die Wertung."
Somit musste man sich nicht für eine 5km oder 10km Strecke anmelden, sondern konnte sehen, wie die Fitness ist und innerhalb der festgelegten Stunde so viele 2,5km Runden laufen wie man wollte bzw. schaffte.
Pünktlich zum Lauf hat dann auch der erste Frost des Winters in Bonn eingesetzt. Trotz erster Schneeflocken und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geht es also am 17.01. um 9:30 Uhr auf die erste Runde... Insgesamt sind es sieben Runden also gute 15km mit einer Zeit von 1:08:xx Stunden geworden. Für die minimale Vorbereitung kein schlechtes Ergebnis unter die ersten sieben von über 200 Teilnehmern zu kommen.
Mein Ergebnis unter den Top10 :-)
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Dr. Markus Groß
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Kommentare 100
Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung.
Das kann ich gut nachvollziehen. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.
Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Frage nach realistischen Zielen“ ausfallen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.
Ich sehe es ein bisschen anders. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Hat sich das bei dir auch langfristig bewährt?
Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie sehr „die mentale Seite von Belastung“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.
Da geht es mir ähnlich. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Da geht es mir ähnlich. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.
Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.Ich mag, dass nicht alles auf eine einzelne Kennzahl reduziert wird: dass Fragen zu „die mentale Seite von Belastung“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
In meinem Alltag in Leipzig sehe ich den Punkt etwas anders. Ich sehe das etwas nüchterner. Bei diesem Thema denke ich besonders an ein Test mit unerwartetem Ergebnis. Ein Messwert ist ein Anfangspunkt und keine Aussage über den ganzen Menschen. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm.
Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Ich würde hier gern nachhaken. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Hat sich das bei dir auch langfristig bewährt? Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?
Ein bisschen widersprechen würde ich bei folgendem Punkt: dass Fragen zu „die Frage nach realistischen Zielen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Für mich steckt darin vor allem eine Frage: warum ich beim Thema „die Rolle von Alltag und Stress“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Trotzdem kann eine individuelle Lösung richtig sein, auch wenn sie für die Mehrheit nicht passt. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.
Die Einschränkung teile ich. Mein erster Gedanke war ein Test mit unerwartetem Ergebnis. Ein Messwert ist ein Anfangspunkt und keine Aussage über den ganzen Menschen. Ich habe das früher zu sehr nach dem Gefühl unmittelbar nach einer Einheit beurteilt.
Interessanter Gedanke. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?Schön, dass du das ansprichst. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Für mich steckt darin vor allem eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Rolle von Alltag und Stress“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Das heißt aber nicht, dass jede neue Idee automatisch ein Fortschritt sein muss. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.
Ich habe dafür tatsächlich kein Patentrezept. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Ein Messwert ist ein Anfangspunkt und keine Aussage über den ganzen Menschen. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.
Die Frage habe ich mir auch gestellt. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.
Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst? Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?