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Laktatdiagnostik im Feldstufentest

Laktatdiagnostik im Feldstufentest Laktatdiagnostik im Feldstufentest

Subjektiv betrachtet fühlte ich mich ja eigentlich schon ganz fit. Mal von den natürlichen Tagesschwankungen abgesehen. Um jedoch einmal objektiv zu beurteilen wie es um die aktuelle Leistungsfähigkeit steht und um Rückschlüsse für das Training in Punkto Geschwindigkeits- und Herzfrequenzempfehlungen zu gewinnen, habe ich mich entschieden einmal eine professionelle Laktat-diagnostik als Stufentest durchzuführen. Die Ermittlung der leistungsdiagnostischen Parameter Laktat, Herzfrequenz und Lauf-Leistung, also der Geschwindigkeit, mit Hilfe des Stufentests stellt eine wissenschaftlich abgesicherte Methode zur optimalen, individuellen Steuerung des Trainings dar. Entscheidend ist die Ermittlung der individuell anaeroben Schwelle die in Verbindung mit weiteren Parametern eine genaue Aussage über meine Potenziale ermöglichen soll. Diesen Test habe ich mit cms-sports auf der Bezirkssportanlage Süd/Sürther Feld in Rodenkirchen durchgeführt.

Der Feldstufentest beginnt zunächst mit einer geringen Laufgeschwindigkeit, die im weiteren Testverlauf kontinuierlich gesteigert wird. Hierzu wurden auf der definierten Tartanbahn in regelmäßigen Abständen Markierungen aufgestellt, die man dann passend zu einem Signalhorn passieren muss. Dies ist das Zeichen, dass man die richtige Laufgeschwindigkeit hält. Ist man etwas zu schnell oder langsam, sollte man dies bis zum nächsten Markierungshütchen wieder korrigiert haben. Am Ende jeder Belastungsstufe wird die Herzfrequenz notiert und eine geringe Blutmenge aus dem Ohrläppchen zur späteren Analyse entnommen. Es folgt die nächste Belastungsstufe mit der nächst höherer Geschwindigkeit. Der Laktattest ist beendet, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit nicht mehr eingehalten werden kann. Dies war bei mir schon bei der 4:40er Stufe soweit, also vor der siebten Steigerung, der Fall. Zur Interpretation der Ergebnisse wird keine maximale Ausbelastung vorgenommen. So wird keine maximale Herzfrequenz zur weiteren Trainingssteuerung bestimmt und benötigt.

Etwa zehn Tage später habe ich dann eine detaillierte Ergebnisdarstellung meiner Laktatmessung inkl. einer Prognose und Trainingsempfehlung nebst Handouts erhalten. Die wichtigste Voraussetzung für ein effektives und gesundes Training ist die Ermittlung des optimalen Trainingsreizes. Die Reizwahl/Intensität entscheidet über die eigene Leistungsentwicklung. Ist sie zu gering, kommt es zu keinem Leistungsfortschritt. Ist sie zu hoch, kann Übertraining und Leistungsstagnation folgen. Nun habe ich eine objektive Beurteilung meines Trainingszustandes nebst einigen Prognosewerten für zu erreichende Endzeiten bei 10km, Halb- und ganzem Marathon:

 

Errechnete 10km Zeit: 44:23 Minuten (Pace ca. 4:25), das habe ich schon unterboten
Prognose Halbmarathon Zeit: 1:40:36 Stunden (Pace ca. 4:45)
Prognose Marathon Zeit: 3:34:56 Stunden (Pace ca. 5:05)

 

Jetzt heißt es nur noch entsprechend trainieren, damit man die prognostizierten Zeiten auch einhält. Dabei hilft die Laktatdiagnostik leider nicht...

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Kommentare 100

WattWiesel am Donnerstag, 04. Juni 2026 11:42

Ich kenne diese Abwägung nur zu gut: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?

Ich kenne diese Abwägung nur zu gut: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Nadine Koch am Samstag, 03. Dezember 2016 13:33

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: warum ich beim Thema „die Rolle von Alltag und Stress“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: warum ich beim Thema „die Rolle von Alltag und Stress“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.
Daria Berger am Samstag, 03. Dezember 2016 15:26

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Mara Roth am Samstag, 17. Dezember 2016 16:18

Würde ich so nicht verallgemeinern. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.

Würde ich so nicht verallgemeinern. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.
Mara Roth am Samstag, 03. Dezember 2016 17:47

Was ich aus ähnlichen Situationen mitgenommen habe: warum ich beim Thema „die Frage nach realistischen Zielen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Was ich aus ähnlichen Situationen mitgenommen habe: warum ich beim Thema „die Frage nach realistischen Zielen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Paul Keller am Montag, 12. Dezember 2016 19:42

Ich glaube, wir unterschätzen bei solchen Themen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Frage nach realistischen Zielen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.

Ich glaube, wir unterschätzen bei solchen Themen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Frage nach realistischen Zielen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.
Daniel Schulz am Montag, 09. Januar 2017 22:33

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Sebastian Becker am Freitag, 18. August 2023 23:36

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.
Mara Braun am Samstag, 03. Dezember 2016 12:25

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.
Mara Roth am Samstag, 03. Dezember 2016 13:35

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.
Mara Kaya am Sonntag, 04. Dezember 2016 16:29

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.
Julia Haase am Montag, 12. Dezember 2016 13:50

Kurze Gegenfrage in die Runde: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Kurze Gegenfrage in die Runde: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.
Emre G. am Montag, 10. Juli 2017 17:31

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Umgang mit Motivationstiefs“ ausfallen. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Umgang mit Motivationstiefs“ ausfallen. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
Maja Korte am Montag, 10. Juli 2017 19:07

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Das heißt aber nicht, dass jede neue Idee automatisch ein Fortschritt sein muss. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Das heißt aber nicht, dass jede neue Idee automatisch ein Fortschritt sein muss. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?
Niklas Arslan am Montag, 10. Juli 2017 22:11

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Malte Wolf am Dienstag, 04. März 2025 09:59

Ich bin da etwas pragmatischer unterwegs: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?

Ich bin da etwas pragmatischer unterwegs: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Gast am Mittwoch, 07. Dezember 2016 08:47

Ein Detail bei „Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten“ würde ich noch erwähnen. Das hängt für mich stark vom Zeitpunkt ab. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.

Ein Detail bei „Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten“ würde ich noch erwähnen. Das hängt für mich stark vom Zeitpunkt ab. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.
T. Simon am Montag, 02. Januar 2017 10:54

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.
Trimarkus am Mittwoch, 07. Dezember 2016 10:17

Ich glaube, wir meinen etwas Ähnliches, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm.

Ich glaube, wir meinen etwas Ähnliches, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm.
M. Jung am Samstag, 01. Juli 2017 15:14

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.
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