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Laktatdiagnostik im Feldstufentest

Laktatdiagnostik im Feldstufentest Laktatdiagnostik im Feldstufentest

Subjektiv betrachtet fühlte ich mich ja eigentlich schon ganz fit. Mal von den natürlichen Tagesschwankungen abgesehen. Um jedoch einmal objektiv zu beurteilen wie es um die aktuelle Leistungsfähigkeit steht und um Rückschlüsse für das Training in Punkto Geschwindigkeits- und Herzfrequenzempfehlungen zu gewinnen, habe ich mich entschieden einmal eine professionelle Laktat-diagnostik als Stufentest durchzuführen. Die Ermittlung der leistungsdiagnostischen Parameter Laktat, Herzfrequenz und Lauf-Leistung, also der Geschwindigkeit, mit Hilfe des Stufentests stellt eine wissenschaftlich abgesicherte Methode zur optimalen, individuellen Steuerung des Trainings dar. Entscheidend ist die Ermittlung der individuell anaeroben Schwelle die in Verbindung mit weiteren Parametern eine genaue Aussage über meine Potenziale ermöglichen soll. Diesen Test habe ich mit cms-sports auf der Bezirkssportanlage Süd/Sürther Feld in Rodenkirchen durchgeführt.

Der Feldstufentest beginnt zunächst mit einer geringen Laufgeschwindigkeit, die im weiteren Testverlauf kontinuierlich gesteigert wird. Hierzu wurden auf der definierten Tartanbahn in regelmäßigen Abständen Markierungen aufgestellt, die man dann passend zu einem Signalhorn passieren muss. Dies ist das Zeichen, dass man die richtige Laufgeschwindigkeit hält. Ist man etwas zu schnell oder langsam, sollte man dies bis zum nächsten Markierungshütchen wieder korrigiert haben. Am Ende jeder Belastungsstufe wird die Herzfrequenz notiert und eine geringe Blutmenge aus dem Ohrläppchen zur späteren Analyse entnommen. Es folgt die nächste Belastungsstufe mit der nächst höherer Geschwindigkeit. Der Laktattest ist beendet, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit nicht mehr eingehalten werden kann. Dies war bei mir schon bei der 4:40er Stufe soweit, also vor der siebten Steigerung, der Fall. Zur Interpretation der Ergebnisse wird keine maximale Ausbelastung vorgenommen. So wird keine maximale Herzfrequenz zur weiteren Trainingssteuerung bestimmt und benötigt.

Etwa zehn Tage später habe ich dann eine detaillierte Ergebnisdarstellung meiner Laktatmessung inkl. einer Prognose und Trainingsempfehlung nebst Handouts erhalten. Die wichtigste Voraussetzung für ein effektives und gesundes Training ist die Ermittlung des optimalen Trainingsreizes. Die Reizwahl/Intensität entscheidet über die eigene Leistungsentwicklung. Ist sie zu gering, kommt es zu keinem Leistungsfortschritt. Ist sie zu hoch, kann Übertraining und Leistungsstagnation folgen. Nun habe ich eine objektive Beurteilung meines Trainingszustandes nebst einigen Prognosewerten für zu erreichende Endzeiten bei 10km, Halb- und ganzem Marathon:

 

Errechnete 10km Zeit: 44:23 Minuten (Pace ca. 4:25), das habe ich schon unterboten
Prognose Halbmarathon Zeit: 1:40:36 Stunden (Pace ca. 4:45)
Prognose Marathon Zeit: 3:34:56 Stunden (Pace ca. 5:05)

 

Jetzt heißt es nur noch entsprechend trainieren, damit man die prognostizierten Zeiten auch einhält. Dabei hilft die Laktatdiagnostik leider nicht...

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Kommentare 100

Melanie Schulze am Sonntag, 11. August 2019 13:06

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die mentale Seite von Belastung“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die mentale Seite von Belastung“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?
Simon Berger am Sonntag, 08. Januar 2017 19:26

Das hat bei mir einen Nerv getroffen: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags?

Das hat bei mir einen Nerv getroffen: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags?
Lucia Seidel am Montag, 09. Januar 2017 08:26

Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.

Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.
Sebastian Becker am Montag, 07. Januar 2019 13:21

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: wie sehr „den Umgang mit Motivationstiefs“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: wie sehr „den Umgang mit Motivationstiefs“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.
Trimarkus am Dienstag, 08. Januar 2019 14:12

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Im Rückblick war nicht der einzelne harte Tag entscheidend, sondern die Folge von vielen normalen Tagen.

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Wer Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Im Rückblick war nicht der einzelne harte Tag entscheidend, sondern die Folge von vielen normalen Tagen.
Chlorfisch am Dienstag, 29. November 2016 22:26

Das erinnert mich daran, wie ich angefangen habe: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.

Das erinnert mich daran, wie ich angefangen habe: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.
Niklas Lorenz am Samstag, 03. Dezember 2016 08:26

Das kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Das kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.
Sophie Lang am Samstag, 10. Dezember 2016 14:24

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein.
Oliver Schmidt am Dienstag, 22. Januar 2019 15:36

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Was hat bei dir am meisten verändert? Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: dass Fragen zu „die Rolle von Alltag und Stress“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Was hat bei dir am meisten verändert? Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Mona Neumann am Mittwoch, 23. Januar 2019 17:10

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Woran merkst du, dass du an der richtigen Stelle nachjustierst? Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Woran merkst du, dass du an der richtigen Stelle nachjustierst? Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?
Julia Haase am Dienstag, 22. Januar 2019 16:13

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.
Anna Kramer am Samstag, 31. Dezember 2016 08:47

Ich glaube, wir unterschätzen bei solchen Themen: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.

Ich glaube, wir unterschätzen bei solchen Themen: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.
Tina Müller am Samstag, 31. Dezember 2016 13:01

Ich sehe es ein bisschen anders. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Ich sehe es ein bisschen anders. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.
Chiara Heinrich am Freitag, 04. August 2017 11:45

Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: dass Fragen zu „die Frage nach realistischen Zielen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?

Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: dass Fragen zu „die Frage nach realistischen Zielen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?
Emre Schulz am Donnerstag, 08. Dezember 2016 16:51

Kurze Gegenfrage in die Runde: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.

Kurze Gegenfrage in die Runde: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.
Felix Lang am Sonntag, 03. September 2023 09:05

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: ob man „den Blick auf die eigenen Zahlen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.
Trimarkus am Sonntag, 03. September 2023 12:54

So klar hätte ich es früher vermutlich nicht formuliert. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit: Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Eine funktionierende Kleinigkeit ist für mich inzwischen mehr wert als fünf neue Vorsätze.

So klar hätte ich es früher vermutlich nicht formuliert. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit: Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Eine funktionierende Kleinigkeit ist für mich inzwischen mehr wert als fünf neue Vorsätze.
Benedikt Vogel am Mittwoch, 22. November 2023 10:00

Einverstanden, allerdings nur mit einer Einschränkung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil.

Einverstanden, allerdings nur mit einer Einschränkung. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil.
Marcel Hartmann am Freitag, 08. September 2023 10:40

Das ist ein guter Einwand. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Das ist ein guter Einwand. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Melanie Simon am Sonntag, 18. Juni 2017 11:45

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben.
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