Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim
Subjektiv betrachtet fühlte ich mich ja eigentlich schon ganz fit. Mal von den natürlichen Tagesschwankungen abgesehen. Um jedoch einmal objektiv zu beurteilen wie es um die aktuelle Leistungsfähigkeit steht und um Rückschlüsse für das Training in Punkto Geschwindigkeits- und Herzfrequenzempfehlungen zu gewinnen, habe ich mich entschieden einmal eine professionelle Laktat-diagnostik als Stufentest durchzuführen. Die Ermittlung der leistungsdiagnostischen Parameter Laktat, Herzfrequenz und Lauf-Leistung, also der Geschwindigkeit, mit Hilfe des Stufentests stellt eine wissenschaftlich abgesicherte Methode zur optimalen, individuellen Steuerung des Trainings dar. Entscheidend ist die Ermittlung der individuell anaeroben Schwelle die in Verbindung mit weiteren Parametern eine genaue Aussage über meine Potenziale ermöglichen soll. Diesen Test habe ich mit cms-sports auf der Bezirkssportanlage Süd/Sürther Feld in Rodenkirchen durchgeführt.
Der Feldstufentest beginnt zunächst mit einer geringen Laufgeschwindigkeit, die im weiteren Testverlauf kontinuierlich gesteigert wird. Hierzu wurden auf der definierten Tartanbahn in regelmäßigen Abständen Markierungen aufgestellt, die man dann passend zu einem Signalhorn passieren muss. Dies ist das Zeichen, dass man die richtige Laufgeschwindigkeit hält. Ist man etwas zu schnell oder langsam, sollte man dies bis zum nächsten Markierungshütchen wieder korrigiert haben. Am Ende jeder Belastungsstufe wird die Herzfrequenz notiert und eine geringe Blutmenge aus dem Ohrläppchen zur späteren Analyse entnommen. Es folgt die nächste Belastungsstufe mit der nächst höherer Geschwindigkeit. Der Laktattest ist beendet, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit nicht mehr eingehalten werden kann. Dies war bei mir schon bei der 4:40er Stufe soweit, also vor der siebten Steigerung, der Fall. Zur Interpretation der Ergebnisse wird keine maximale Ausbelastung vorgenommen. So wird keine maximale Herzfrequenz zur weiteren Trainingssteuerung bestimmt und benötigt.
Etwa zehn Tage später habe ich dann eine detaillierte Ergebnisdarstellung meiner Laktatmessung inkl. einer Prognose und Trainingsempfehlung nebst Handouts erhalten. Die wichtigste Voraussetzung für ein effektives und gesundes Training ist die Ermittlung des optimalen Trainingsreizes. Die Reizwahl/Intensität entscheidet über die eigene Leistungsentwicklung. Ist sie zu gering, kommt es zu keinem Leistungsfortschritt. Ist sie zu hoch, kann Übertraining und Leistungsstagnation folgen. Nun habe ich eine objektive Beurteilung meines Trainingszustandes nebst einigen Prognosewerten für zu erreichende Endzeiten bei 10km, Halb- und ganzem Marathon:
Errechnete 10km Zeit: 44:23 Minuten (Pace ca. 4:25), das habe ich schon unterboten
Jetzt heißt es nur noch entsprechend trainieren, damit man die prognostizierten Zeiten auch einhält. Dabei hilft die Laktatdiagnostik leider nicht...
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Dr. Markus Groß
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Kommentare 100
Ich habe dafür tatsächlich kein Patentrezept. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.
Schön, dass du das ansprichst. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Aus Einsteigersicht sieht das für mich so aus: warum ich beim Thema „den Umgang mit Motivationstiefs“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung? Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.
Was ich aus ähnlichen Situationen mitgenommen habe: wie sehr „die Rolle von Alltag und Stress“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.
Die Frage habe ich mir auch gestellt. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?
Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Interessanter Gedanke. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.
Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.
Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest? Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken.Ich bin da etwas pragmatischer unterwegs: wie sehr „kleine verlässliche Routinen“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Ich mag, dass nicht alles auf eine einzelne Kennzahl reduziert wird: dass Fragen zu „den Blick auf die eigenen Zahlen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?
Ein Punkt, den ich lange unterschätzt habe: wie sehr „den Blick auf die eigenen Zahlen“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.
Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft? Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl?Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit.
Ich glaube, wir unterschätzen bei solchen Themen: wie sehr „die Rolle von Alltag und Stress“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.
Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.Das ist ein guter Einwand. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
Wegen dieses Details habe ich nochmal genauer hingeschaut: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Einverstanden, allerdings nur mit einer Einschränkung. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.
Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft? Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.
Gerade zu „Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Bei mir wäre die Antwort vor zwei Jahren noch anders ausgefallen. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um Stufen mit unterschiedlichen Intensitäten. Testwerte helfen nur mit sinnvoller Einordnung und gleichartigen Bedingungen. Das sehe ich weniger als Glaubensfrage und mehr als Versuch mit offenem Ergebnis.