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Meine Gedanken, Erinnerungen und Erlebnisse als Athlet. Ich freue mich über alle Anregungen und Kommentare. Stay tuned...
Es gibt Themen, die so selbstverständlich in unseren Alltag eingewoben sind, dass wir sie kaum als Entscheidung wahrnehmen. Alkohol gehört dazu. Er ist Teil von Ritualen, Belohnungen, kleinen Pausen zwischen zwei Terminen, von Wochenenden und von „Wir haben es uns verdient“-Momenten. Gerade im Sportumfeld hat sich eine fast romantische Erzählung etabliert: das alkoholfreie oder auch alkoholhaltige Bier nach dem Lauf, der Sekt im Zielbereich, der Rotwein am Ende einer harten Trainingswoche. Was dabei leicht untergeht: Häufig sind es nicht die „großen Abende“, die uns sportlich ausbremsen, sondern die vielen kleinen, beiläufigen Einheiten – das Glas beim Kochen, der Prosecco auf dem Empfang, das Bier im Biergarten „weil es so gut passt“. Diese Mengen sind so klein, dass wir sie nicht als Konsum verbuchen. Unser Stoffwechsel tut es trotzdem.
Wenn man Ausdauertraining ernst nimmt, wird schnell klar: Der Körper ist ein System aus fein abgestimmten Prozessen. Anpassung geschieht in winzigen Schritten – im Zusammenspiel aus Reiz, Ernährung, Schlaf, Stressmanagement und Regeneration. Alkohol bringt Unruhe in mehrere dieser Zahnräder zugleich. Es muss gar nicht der Rausch sein: Schon kleine Mengen lenken Ressourcen um, verändern Prioritäten in der Leber, verschieben Flüssigkeitshaushalt und Elektrolyte, beeinflussen die Syntheseprozesse in der Muskulatur und modulieren Signale, die für die Erholung wichtig sind. Und weil Ausdauerleistung zu großen Teilen aus „kleinen, konsistenten Vorteilen“ besteht, fällt jeder kleine Nachteil ins Gewicht, wenn er regelmäßig vorkommt.
