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Die erste olympische Distanz im Cologne Triathlon Weekend

Die erste olympische Distanz im Cologne Triathlon Weekend Die erste olympische Distanz im Cologne Triathlon Weekend

Jetzt war er da, der große Tag 2016 für meine erste olympische Distanz. Schon seit Tagen stieg (zumindest für mich, da ich im Schwimmen noch nicht gut genug bin) die Spannung, ob es wegen des guten Wetters die letzten Tage zu einem Neo-Verbot kommen würde. Unterschiedliche Quellen über die Wassertemperatur im Fühlinger See und Gerüchte zu den Grenztemperaturen (21,9 oder 23,9 Grad) bis zu dem das Tragen des Kälteschutzanzuges erlaubt sein würde, machten die Runde. Aber es half ja nichts, eine finale Aussage dazu wird es nur in der Wettkampfbesprechung am Wettkampftag geben.

Der Samstag war als trocken, sonnig und nicht zu warm angekündigt. Zum Glück war es nachts auch stark abgekühlt, so dass die Hoffnung da war, dass wir mit Neo schwimmen dürfen. Da es angeblich schon einen Rückstau bei der Zufahrt zum Parkplatz geben sollte, habe ich mich dann auch deutlich zu früh auf den Weg gemacht, um hier keine Probleme zu bekommen. So konnte ich auch noch die Trainingskollegen, die die Smart Distanz auf dem Plan hatten beim Start anfeuern. Dort angekommen, war dann von einem Stau nichts zu merken und jede Menge Parkplätze waren noch frei. Gibt schlimmeres! Also Helm auf, Markierungsbändchen für die Wechselzone anziehen und ab zum Check-in, um das ganze Gepäck schon einmal loszuwerden. Da ich sehr früh da war, konnte ich mich auch – vielleicht ein wenig unfair – etwas breiter machen, was mir allerdings erst später aufgefallen war, nachdem noch weitere Athleten sich dort einrichteten. Aber solange keiner was sagt, habe ich es so gelassen. Dann hieß es sich etwas orientieren, wo geht es zur Radstrecke, wo geht es raus zum Laufen? So richtig offensichtlich war das nicht und ausgeschildert war auch nichts. Es gab unterschiedliche Theorien, aber da ich nicht der Erste sein würde, könnte ich mich an den anderen orientieren, die ja auch da lang müssen.

Nun wollte ich mit einigen Trainingskollegen die „Smarties“ anfeuern und bei deren Start zugucken. Allerdings war das durchkommen durch die abgesperrten Bereiche und bei den Menschenmengen gar nicht so einfach, so dass wir gerade noch den Countdown zum Schwimmstart gehört haben, als es schon losging. So lange war es dann auch nicht mehr für unseren Startblock um 12:30 Uhr für die olympische Distanz bei CologneOlympic drin. Noch schnell etwas Carboloading in Form eines Riegels tanken, noch etwas orientieren und dann der Wettkampfbesprechung lauschen, ob es irgendetwas besonders gibt und vor allem, ob ich mit Neo schwimmen darf. Es wurde zwar mit Lautsprecher alles lautstark verkündet, aber genau Letzteres habe ich dann tatsächlich überhört. Glücklicherweise haben andere besser aufgepasst und so habe ich noch rechtzeitig erfahren, dass ich mich in die Gummihaut zum Schwimmen quetschen durfte. Also langsam mal die letzten Details einrichten und den Neopren zur Hälfte anziehen, weil es sonst bis zum Schwimmstart in dem Teil doch etwas warm geworden wäre.

Schon ging es etwa 10 Minuten vor dem Wasserstart Richtung Schwimmeinstieg und etwas warmschwimmen mit Ziel der virtuellen Startlinie zwischen zwei Bojen. In weiser Voraussicht habe ich mich dann in der Menge von etwa 500 Triathleten auch bewusst hinten eingereiht, damit ich nicht gleich von Start weg „überschwommen“ werde und im Schlimmsten Fall noch einen Fuß ins Gesicht oder Rippe bekomme. „5...4...3...2...1“ und los geht’s, die Waschmaschine nimmt Fahrt auf. Ich bin erstaunlich gut in meinen Rhythmus gekommen und habe auch ziemlich schnell meinen ersten Wasserschatten gefunden. Orientierung war hier ja nicht so das Problem, da es auf der Regatterbahn immer nur geradeaus entlang der Bojenlinie geht. Also entspannter Dreierzug und kaum war der erste Wasserschatten weg, hatte ich schon einen neuen gefunden. Läuft also! Das Ende vor der Wende war mit einer großen weißen Boje markiert und man hätte eigentlich im 90 Grad Winkel zu einer parallelen Boje und dann wieder zurück schwimmen müssen. Allerdings ist mein Wasserschatten – so wie offenbar fast alle – schon schräg vor der ersten Begrenzungsboje abgebogen und Richtung „Wendeboje“ geschwommen. Dank Badekappe und Wasser im Ohr hört man ja kaum was, aber die Wettkampfrichter fanden das wohl nicht so lustig und haben wie verrückt auf der Trillerpfeife gepfiffen. Erfolglos. Weiter ging es und ich war genauso entspannt in meinem Rhythmus auf dem Weg zurück. Ich war echt erstaunt, dass ich faktisch die ganze Strecke durchgekrault bin, was im Training bisher nur begrenzt geklappt hatte. Es fühlte sich gut an. Und so langsam kam der Schwimmausstieg in Sichtweite. Helfer haben den teilweise wackeligen Athleten aus dem Wasser geholfen. Da ich mal auf meinen Trainer gehört hatte und die Kraul-Beinfrequenz zum Ende erhöht hatte, ging der Ausstieg und der Lauf zur Wechselzone bei mir relativ geschmeidig. Auch meine Badekappe/Brille habe ich diesmal nicht verloren.

Barfuß ab in die Radschuhe, Helm auf und Verschluss schließen und los geht’s auf die Radstrecke. Inzwischen war es schon deutlich sonniger geworden, so dass der Einteiler auch schnell getrocknet war. Die Radstrecke war eine Dreierrunde entlang eines abgesperrten Industriegebietes mit drei 180 Grad Wenden. Eigentlich ist die olympische Distanz auf 40 Kilometer Rad genormt, aber schon nach der ersten Runde war klar, dass dies hier etwas mehr sein würde. Zum Glück waren die Race Officials bezüglich der Windschattenbox hier sehr kulant, weil es teilweise gar nicht möglich war, nicht im Nicht-Windschatten zu fahren. Dazu waren einfach zu viele und eben auch tempomäßig ebenbürtige Fahrer unterwegs. Dennoch hat es bei offensichtlichen Verstößen doch auch Zeitstrafen gegeben. Ein Fahrer hatte auch einen heftigen Unfall, er ist, wie ich später erfahren habe, quasi mit voller Geschwindigkeit in eine Absperrbarke gefahren, weil er vermutlich nicht nach vorne geschaut hatte. Bei mir lief es zum Glück ziemlich rund und für mein Ego habe ich eine Reihe von semi-professionellen Zeitfahrrädern mit Scheibenreifen und Aerohelmen locker überholt. Der Motor sitzt eben doch oben drauf!

Auch wenn ich es noch nicht schaffe schon während der Fahrt aus den Schuhen auszusteigen und dann barfuß durch die Wechselzone zu laufen, ist der Abstieg diesmal ohne Komplikationen verlaufen. Ich bin deutlich vor der Linie vom Rad und so gab es auch kein Gemecker von den Wettkampfrichtern. Schnell das Rad zu meiner Wechselzone, Helm ab, Laufmütze und Schuhe an, noch schnell ein Gel eingeworfen und ab geht es auf die Laufstrecke. Glücklicherweise waren andere auch etwas orientierungslos, wo es denn zum Laufen geht und so konnte ich einfach dem „dort hinten geht’s raus“ folgen. Mittlerweise war es weiter deutlich wärmer geworden und das die ersten Meter Laufen vielen etwas schwer, bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. Auch hier hatte ich im doppelten Sinne einen guten Lauf und ich wurde quasi nicht überholt und konnte selber den ein oder anderen kassieren. Kurz vor Ende der Laufstrecke wurde es noch einmal hart, da man bei der olympischen Distanz quasi an der Ziellinie vorbei eine Schleife laufen musste, um auf die 10km zu kommen. Aber es half ja nichts. Etwas ungeschickt war es auch, dass man die Schleife ausgerechnet auf einem Stück mit einigen Steigungen laufen musste. Hier hätte man sicher auch den flachen Weg am Fühlinger See wählen können, aber da mussten ja alle durch. Umso mehr wurde man dann beim Zieleinlauf mit großem Jubel des Publikums entschädigt. Ich bin hier kurz vor der Ziellinie noch einmal kurz umgekehrt, um Hand in Hand mit meiner kleinen Nichte ins Ziel zu laufen. Das Zielfoto war die verlorene Minute/Sekunden wert! Gesamtplatz 207 und Platz 33 der Altersklasse in 2:41:06 Stunden. Für die erste olympische Distanz bin ich mehr als zufrieden.

1,5km Schwimmen (0:31:52), Wechselzone1 (02:58), 45km Rad (1:16:20), Wechselzone2 (01:13), 10km Laufen (0:48:41), Gesamt 02:41:06

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Kommentare 100

Yvonne Horn am Sonntag, 01. Januar 2017 20:58

Das ist ein guter Einwand. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.

Das ist ein guter Einwand. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.
Martin Hartmann am Freitag, 23. Dezember 2016 09:01

Ich mag, dass nicht alles auf eine einzelne Kennzahl reduziert wird: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.

Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.

Ich mag, dass nicht alles auf eine einzelne Kennzahl reduziert wird: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.

Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Nora Jäger am Samstag, 28. Februar 2026 20:19

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.
Niklas Schulte am Samstag, 28. Februar 2026 21:15

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?
Johannes W. am Sonntag, 01. März 2026 08:50

Schön, dass du das ansprichst. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.

Schön, dass du das ansprichst. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.
Alex Hoffmann am Mittwoch, 28. September 2016 21:58

Wenn ich in Wuppertal über „das Tempo auf dem letzten Laufabschnitt“ nachdenke, fällt mir ein Detail auf. Ich sehe das etwas nüchterner. Bei diesem Thema denke ich besonders an das Tempo auf dem letzten Laufabschnitt. Ein kontrollierter Beginn bewahrt Reserven für den Schlussteil. In der Gruppe funktioniert die Abstimmung anders als beim Training allein. Auch der Spaß an der Sache geht mir dabei manchmal verloren; das will ich nicht mehr. Eine lange Pause und ein übervoller Kalender erfordern eben unterschiedliche Lösungen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen.

Wenn ich in Wuppertal über „das Tempo auf dem letzten Laufabschnitt“ nachdenke, fällt mir ein Detail auf. Ich sehe das etwas nüchterner. Bei diesem Thema denke ich besonders an das Tempo auf dem letzten Laufabschnitt. Ein kontrollierter Beginn bewahrt Reserven für den Schlussteil. In der Gruppe funktioniert die Abstimmung anders als beim Training allein. Auch der Spaß an der Sache geht mir dabei manchmal verloren; das will ich nicht mehr. Eine lange Pause und ein übervoller Kalender erfordern eben unterschiedliche Lösungen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen.
Martin Hartmann am Mittwoch, 28. September 2016 23:02

Interessanter Gedanke. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?

Interessanter Gedanke. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?
Tina Jäger am Donnerstag, 29. September 2016 09:20

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mir fehlt manchmal die Diskussion darüber, für wen ein Tipp gerade ausdrücklich nicht geeignet ist. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.
Tina Wagner am Donnerstag, 29. September 2016 09:49

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender.

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender.
Daniel Roth am Samstag, 17. Dezember 2016 19:42

Kurze Gegenfrage in die Runde: dass Fragen zu „die Verpflegung unterwegs“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?

Kurze Gegenfrage in die Runde: dass Fragen zu „die Verpflegung unterwegs“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
KraulChaos am Donnerstag, 11. Mai 2017 09:04

Nach mehreren Anläufen sehe ich das inzwischen gelassener: dass Fragen zu „die Wechselzone“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.

Nach mehreren Anläufen sehe ich das inzwischen gelassener: dass Fragen zu „die Wechselzone“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.
Timur Bender am Freitag, 19. September 2025 10:51

Für meinen Alltag zählt vor allem eins: ob man „die Wechselzone“ wirklich so einfach beurteilen kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.

Für meinen Alltag zählt vor allem eins: ob man „die Wechselzone“ wirklich so einfach beurteilen kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.
Lars U. am Freitag, 26. September 2025 13:37

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Was hat bei dir am meisten verändert?

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Was hat bei dir am meisten verändert?
Klaus (Gast) am Sonntag, 18. September 2016 21:40

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
J. Braun am Donnerstag, 23. März 2017 12:05

Genau an dieser Stelle bin ich selbst schon gescheitert: ob man „die Wechselzone“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?

Genau an dieser Stelle bin ich selbst schon gescheitert: ob man „die Wechselzone“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?
Paul Severin am Samstag, 14. Januar 2017 10:51

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.
Franzi Braun am Dienstag, 17. Januar 2017 15:37

Interessanter Gedanke. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung.

Interessanter Gedanke. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung.
Sören Meyer am Dienstag, 17. Januar 2017 16:15

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil.

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil.
Patrick Öztürk am Sonntag, 27. Oktober 2024 19:42

Mir hilft es, das in zwei Teile zu zerlegen: ob man „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ wirklich so einfach beurteilen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?

Mir hilft es, das in zwei Teile zu zerlegen: ob man „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ wirklich so einfach beurteilen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Marie Conti am Dienstag, 29. Oktober 2024 08:18

Ich würde hier gern nachhaken. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?

Ich würde hier gern nachhaken. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?
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