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Die Generalprobe - LAGO Beach Triathlon Zülpich

Die Generalprobe - LAGO Beach Triathlon Zülpich Die Generalprobe - LAGO Beach Triathlon Zülpich

Da ich letztes Mal 2015 als Helfer die Radstrecke abgesichert hatte, habe ich für dieses Jahr einen Freistart bekommen und musste somit auf jeden Fall als Athlet teilnehmen. Die Vorzeichen waren gar nicht günstig. Etwa vier Tage vor dem Wettkampftag wurde der Zülpicher Badesee, in dem der Schwimmteil stattfinden sollte, wegen Verdacht auf eine Blaualgenbelastung gesperrt. Beinah wäre aus dem Triathlon ein Bike&Run oder Duathlon geworden, allerdings gab es auch schon zwei Tage später wieder Entwarnung, dass doch alles nicht so schlimm war wie zunächst befürchtet.

Die Tage zuvor war eigentlich noch ganz schönes Wetter, zumindest war es überwiegend trocken, aber ausgerechnet am Raceday mussten Wolken aufziehen und es war – zumindest leichter – Regen angekündigt. Die Ankündigung hat sich dann auch ziemlich schnell bewahrheitet und ziemlich windig war es am Sonntag auch. Daher hatte ich mir vorsorglich ein langärmliges Radtrikot mitgenommen, worauf ich vielleicht doch besser verzichtet hätte (dazu später mehr). Im ziemlichen Wind ging es erst einmal an das Einrichten der eigenen Wechselzone. Diese waren sehr großzügig und praktischerweise einzeln nummeriert, so dass man nicht lange suchen musste. Ich hatte die Startnummer 12, da Helfer von 2015 ja quasi schon ein Jahr im Voraus angemeldet waren, und kam mir daher fast schon wie ein VIP oder Profi vor. Nach der Einrichtung ging es erst einmal zur Wettkampfbesprechung und das eigentlich nur um das für die meisten Triathleten wichtige „Neo ja oder nein“ zu erfahren. Der Orgaleiter hat dann jede Menge Geschichten rund um die neuen Sponsoren und geänderte Radstrecke erzählt und die Frage die allen unter den Nägel brannte gar nicht beantwortet. Es wurde langsam schon für den Start eng und dann auf die Frage „ob es noch Fragen gäbe“ wurde aus dem Auditorium die Frage „Neo?“ von allen Seiten gerufen. „Das würde doch schon seit Stunden an der Information (keine Ahnung wo die sein sollte) stehen... JA!“. Daraufhin stürmten alle zur Wechselzone, um sich in den Neoprenanzug zu schälen und dann schnell ab Richtung See.

Das wäre so schnell gar nicht nötig gewesen, da wohl ein Auto auf der gesperrten Radstrecke stand, das zunächst einmal entfernt werden musste. Ich war eh im Startblock zwei und konnte mich so erst einmal ein wenig einschwimmen, als die Frauen schon einmal in einer Gruppe zum Schwimmen geschickt wurden. 15 Minuten später wäre der Startblock Männer1 und nochmal 15 Minuten mein Startblock dran gewesen. Auch ohne die Zeit zu stoppen hatte ich mich schon sehr gewundert, weshalb die Frauen so lange gebraucht hatten, da der Startschuss für unsere Gruppe kurz bevor stand und noch nicht einmal die erste Frau aus dem Wasser war. Den Grund habe ich auch erst später erfahren, da offenbar die zweite Boje der 750m Schwimmstrecke abgetrieben ist und das wohl keiner wirklich bemerkt hatte. Somit war die Schwimmstrecke der Frauen (und vermutlich auch der Männer1) deutlich länger als geplant. Gerüchteweise irgendwas zwischen 1000 und 1600 Meter, wobei ich nicht weiß, wo diese Angaben herkommen, oder ob die Differenz evtl. aus der vorwegtreibenden Boje resultieret. Unser Startblock hat dann die Anweisung vom Race Offical bekomme als zweite Boje, die fest verankerte rote Boje zu nehmen. Wie lang damit unsere Schwimmstrecke am Ende war, weiß offenbar bis heute keiner. Ich schätze mal, dass es den 750m entsprach, da ich aber etwas Probleme bei der Orientierung zu den beiden Bojen hatte, bin ich sicher auch was mehr geschwommen. So raus aus dem Wasser und ab Richtung Wechselzone. Der erste ungeplante Stopp kam, weil ich meine Badekappe und Brille auf dem Weg dorthin verloren hatte. Das mit dem locker im Arm des Neos stecken lassen, musste ich also noch einmal üben. Netterweise hat mir ein andere Athlet etwas von hinten zugerufen (und ich habe mich auch angesprochen gefühlt) und die Brille aufgehoben und mir entgegengereicht. Jetzt heißt es nur schnell raus aus dem Gummianzug und schnell auf die Radstrecke.

Da der Regen ausgerechnet noch stärker geworden war, wollte ich dann doch die Regenjacke anziehen und habe da gleich die Lektion gelernt, dass man alles was man in der Wechselzone anziehen will/muss besser dort offen hingelegt wird. Als musste ich erst einmal mit feuchten und klammen Fingern den kleinen Reißverschluss an der Jacke öffnen. Clevererweise habe ich mich dann auch noch für eine Jacke entschieden, bei der man die Arme auch noch mit Reißverschluss abtrennen konnte, um diese als Weste zu benutzen. Natürlich habe ich in der Hektik erst am linken Arm versucht die Jacke zu öffnen und mich gewundert, weshalb die nicht wirklich aufgeht, um diese dann wieder zu schließen und das Spiel an der rechten Seite zu wiederholen. Gefühlt habe ich fünf Minuten mit der Jacke verbracht und diese dann genervt und ungeöffnet in die Wechselbox zu schmeißen und ohne Jacke loszufahren. Wenigstens ging dann die Radstrecke mit einigen Höhenmetern relativ problemlos und ohne technische Probleme und ich habe jede Menge Leute, die wegen meiner „Jackenpanne“ vor mir auf die Radstrecke gekommen waren, wieder überholt.

Der nächste Stolperstein sollte aber dann in der Wechselzone auf dem Weg zum Laufen kommen. Ich war schon voll auf die Abläufe (Rad abstellen, Helm absetzten, Radschuhe aus...) konzentriert, als ein Race Offial auf mich zugestürmt kam und mich relativ fordernd mit „die Linie ist nicht ohne Grund da“ anschrie. Ich wusste zunächst gar nicht was los war und wollte schon gereizt etwas zurückrufen, aber konnte mich dann doch noch bremsen und habe so evtl. eine Zeitstrafe oder schlimmeres verhindert. Angeblich hätte ich die Mountline überfahren, was ja verboten ist. In der Hektik kann ich das natürlich nicht mehr rekonstruieren und mich wundert es, dass der Wettkampfrichter der direkt neben der Linie stand, nichts gesagt hat. Der Wettkampfrichter in der Wechselzone war deutlich davon entfernt, aber „mea culpa, mea maxima culpa“ und ich konnte mich zum Laufen umziehen.

Das Laufen ging dann wirklich gut und ich habe einen um den anderen Läufer überholt und bin mit einem sehr guten Gefühl und einem trotz der vielen Stolpersteine guten Ergebnis im Ziel angekommen. Gesamtplatz 33 und Altersklasseplatz 8 finde ich mal gar nicht so schlecht. Generalprobe geglückt und die Fehler die da passieren, sollen ja in der Premiere nicht mehr auftreten.

750m Schwimmen (00:18:16) - 22km Rad - (00:49:45) - 5km Laufen (00:22:45)

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Kommentare 84

Sophia E. am Freitag, 26. August 2016 21:13

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: warum ich beim Thema „die Verpflegung unterwegs“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken.

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: warum ich beim Thema „die Verpflegung unterwegs“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken.
Lena Hartwig am Freitag, 26. August 2016 22:47

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Was hat bei dir am meisten verändert?

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Was hat bei dir am meisten verändert?
Philipp Horn am Mittwoch, 24. August 2016 11:42

Von meiner Seite eine kleine Ergänzung: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.

Von meiner Seite eine kleine Ergänzung: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Stefan Bauer am Mittwoch, 24. August 2016 14:51

Bei „Material sortieren vor einem Probestart“ komme ich zu einer anderen Gewichtung. Der Punkt mit der Umsetzung ist aus meiner Sicht entscheidender als eine theoretisch perfekte Lösung. Ein Gespräch mit anderen hat mir da mehr geholfen als noch eine neue App. Mir hat geholfen, darüber mit jemandem zu sprechen, der nicht denselben Ehrgeiz hatte. Es macht eben einen Unterschied, ob man ausgeruht oder direkt nach einem vollen Arbeitstag startet. Auch der Spaß an der Sache geht mir dabei manchmal verloren; das will ich nicht mehr. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.

Bei „Material sortieren vor einem Probestart“ komme ich zu einer anderen Gewichtung. Der Punkt mit der Umsetzung ist aus meiner Sicht entscheidender als eine theoretisch perfekte Lösung. Ein Gespräch mit anderen hat mir da mehr geholfen als noch eine neue App. Mir hat geholfen, darüber mit jemandem zu sprechen, der nicht denselben Ehrgeiz hatte. Es macht eben einen Unterschied, ob man ausgeruht oder direkt nach einem vollen Arbeitstag startet. Auch der Spaß an der Sache geht mir dabei manchmal verloren; das will ich nicht mehr. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.
Ben Stein am Mittwoch, 24. August 2016 13:55

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender.

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender.
Stefan Lang am Dienstag, 23. August 2016 17:57

Nach mehreren Anläufen sehe ich das inzwischen gelassener: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „das Pacing über mehrere Disziplinen“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?

Nach mehreren Anläufen sehe ich das inzwischen gelassener: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „das Pacing über mehrere Disziplinen“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?
Benedikt Klein am Sonntag, 15. Januar 2017 22:10

Hier musste ich tatsächlich grinsen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Wettkampfnervosität“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.

Hier musste ich tatsächlich grinsen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Wettkampfnervosität“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.
Trimarkus am Montag, 16. Januar 2017 08:15

Guter Punkt – den würde ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Die praktische Frage ist für mich Material sortieren vor einem Probestart. Eine Generalprobe zeigt vor allem, wo die Abläufe noch haken. Gerade an stressigen Tagen brauche ich eine kleine Variante, die ohne Vorbereitung funktioniert. Ehrliche Frage dazu: Worauf würdest du beim nächsten Mal verzichten?

Guter Punkt – den würde ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Die praktische Frage ist für mich Material sortieren vor einem Probestart. Eine Generalprobe zeigt vor allem, wo die Abläufe noch haken. Gerade an stressigen Tagen brauche ich eine kleine Variante, die ohne Vorbereitung funktioniert. Ehrliche Frage dazu: Worauf würdest du beim nächsten Mal verzichten?
Katharina Schreiber am Montag, 13. Februar 2017 08:41

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
S. Roth am Donnerstag, 19. Januar 2017 08:35

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Woran merkst du, dass du an der richtigen Stelle nachjustierst?

Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Woran merkst du, dass du an der richtigen Stelle nachjustierst?
Daniel Schulz am Montag, 16. Januar 2017 08:14

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten? Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten? Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln.
Nora Jäger am Dienstag, 25. April 2017 18:34

Man kann das auch anders betrachten: ob man „die Verpflegung unterwegs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?

Man kann das auch anders betrachten: ob man „die Verpflegung unterwegs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?
S. Schäfer am Dienstag, 30. August 2016 14:28

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Verpflegung unterwegs“ ausfallen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.

Mit etwas Abstand würde ich heute sagen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Verpflegung unterwegs“ ausfallen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.
Mara Kaya am Samstag, 03. September 2016 09:35

Die Perspektive fehlte mir bisher: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.

Die Perspektive fehlte mir bisher: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.
Trimarkus am Dienstag, 06. September 2016 10:47

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Beim Lesen dachte ich sofort an Material sortieren vor einem Probestart. Eine Generalprobe zeigt vor allem, wo die Abläufe noch haken.

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Beim Lesen dachte ich sofort an Material sortieren vor einem Probestart. Eine Generalprobe zeigt vor allem, wo die Abläufe noch haken.
Laura Maier am Freitag, 30. September 2016 12:05

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl?

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl?
Lisa Frank am Donnerstag, 13. Oktober 2016 13:02

Aus Einsteigersicht sieht das für mich so aus: warum ich beim Thema „die Planung im Vorfeld“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung.

Aus Einsteigersicht sieht das für mich so aus: warum ich beim Thema „die Planung im Vorfeld“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung.
Rennrad-Gast am Freitag, 21. Oktober 2016 14:57

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: warum ich beim Thema „die Wettkampfnervosität“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Was hat bei dir am meisten verändert?

Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, inzwischen sehe ich es differenzierter: warum ich beim Thema „die Wettkampfnervosität“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Was hat bei dir am meisten verändert?
Niklas Dietrich am Freitag, 07. Oktober 2016 23:20

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.
A. Vogel am Samstag, 08. Oktober 2016 09:26

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?
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