Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim
Gerade der deutsche Winter ist wenig optimal für die Triathlonvorbereitung im Frühjahr. Auch wenn es nicht immer Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind, so macht das Radfahren bei windigem und feuchtem Wetter nicht wirklich Spaß. Auch steigt die Verletzungsgefahr mit schlammigen oder feuchtem Laub bedeckten Straßen. Hinzu kommt noch, dass es recht früh dunkel wird und eine Beleuchtung nicht zur Standardausrüstung eines Rennrades gehört (klar gibt es Lösungen um eine Beleuchtung schnell an zu klemmen). Da man als Berufstätiger ja schlecht in der Mittagspause eine Trainingsrunde einlegen kann, würde so gerade mal das Wochenende bleiben, sofern hier das Wetter mitspielt.
Daher biete sich gerade im Frühjahr der Besuch eines Trainingslagers im warmen und trockenen Süden nahezu an. Gerne werden diese Camps für ein bis zwei Wochen im 17. Bundesland Mallorca oder Lanzarote durchgeführt. Hier sind im Frühjahr die Trainingsbedingungen optimal, da es noch nicht zu heiß ist und das Klima dem typischen deutschen Durchschnitts Sommertag entspricht.
Auch wenn das Camp an sich komplett organisiert ist, muss man selber noch klären, ob man das wirklich als Vorbereitung nutzen möchte. In ein bis zwei Wochen wird aus einem couch potato sicher kein Profi Triathlet. Sowas bedarf doch kontinuierlichem und regelmäßigem Training. Also muss vor Buchung bzw. Besuch eine gewissen Grundtechnik und Kondition vorhanden sein, sonst ist das Ganze nur rausgeschmissenes Geld. Apropos Geld: So ein Camp ist auch nicht gerade ein günstiger Fitnessurlaub. Je nach Dauer, Anbieter und persönlichem Anspruch, kann man mit Kosten um die 2000 Euro rechnen. Will man sein eigenes Fahrrad mitnehmen, was ich tendenziell präferieren würde, kommen hier noch Kosten für eine Transportbox, besser noch ein spezieller Transportkoffer und den Kosten für das Sport(über)gepäck hinzu. Alternativ kann man sich natürlich auch meist vor Ort ein Rad ausleihen.
Gerade aus dem Grund der noch nicht wirklich vorhandenen Schwimmtechnik und -performance habe ich mich dann doch gegen das Camp entschieden. Es ist dort sicher nicht die Zeit, um Kondition und entsprechende Technik aufzubauen. Gerade im diesem Jahr haben wir ja anscheinend auch nicht so den typischen Winter mit meterdickem Schnee, so dass man dies bei entsprechender Selbstdisziplin auch in Deutschland als Vorbereitung nutzen kann.
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Dr. Markus Groß
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Kommentare 96
Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.
Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen? Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil.Da geht es mir ähnlich. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken.
Bei mir war die Lernkurve erstaunlich steil: ob man „den eigenen Körper ernst zu nehmen“ wirklich so einfach beurteilen kann. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Ich würde hier gern nachhaken. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
Hier sind wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit: mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen.
Der Punkt mit dem Alltag ist wirklich entscheidend. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.
Gerade zu „mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Bei deinem Einwand würde ich zunächst zwischen Ausprobieren und dauerhaftem Umstellen unterscheiden. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Ich persönlich bin nicht gegen Zahlen, aber sie müssen zur eigentlichen Frage passen. Ich versuche mittlerweile, den Aufwand nicht als Beweis für den Nutzen zu nehmen. Mich interessieren genau solche unspektakulären Erfahrungen, weil sie wiederholbar sind. Ich bin bei allgemeingültigen Tipps zurückhaltend, seit ich gegenteilige Erfahrungen gesammelt habe.
Da geht es mir ähnlich. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Was hat bei dir am meisten verändert? Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.
Interessant, echt.
Schön, dass du das ansprichst. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.
Bei mir hat sich das nach einiger Zeit verändert. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Das ist ein guter Einwand. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?
Aus der Entfernung klingt manches leichter als vor Ort. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Ich habe dabei einmal zu viel auf einen schönen Zahlenwert und zu wenig auf mein Gefühl vertraut.
Würde ich so nicht verallgemeinern. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können.
Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl? Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?Ich würde gern eine Nuance ergänzen: wie sehr „die schrittweise Steigerung“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?
Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.
Ich habe dafür tatsächlich kein Patentrezept. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Gerade das Beispiel „mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen“ zeigt, wie schnell man die Ausgangslage übersieht. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein. Vielleicht eine Anschlussfrage: Würdest du die Zeit wieder dafür einsetzen?
Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
Ein Detail bei „mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen“ würde ich noch erwähnen. Ich würde das nicht als Widerspruch lesen; je nach Ausgangslage können beide Beobachtungen stimmen. Für eine vollständige Empfehlung fehlen mir ein paar Informationen zur Ausgangslage.