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Trainingslager oder nicht?

Trainingslager oder nicht? Trainingslager oder nicht?

Gerade der deutsche Winter ist wenig optimal für die Triathlonvorbereitung im Frühjahr. Auch wenn es nicht immer Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind, so macht das Radfahren bei windigem und feuchtem Wetter nicht wirklich Spaß. Auch steigt die Verletzungsgefahr mit schlammigen oder feuchtem Laub bedeckten Straßen. Hinzu kommt noch, dass es recht früh dunkel wird und eine Beleuchtung nicht zur Standardausrüstung eines Rennrades gehört (klar gibt es Lösungen um eine Beleuchtung schnell an zu klemmen). Da man als Berufstätiger ja schlecht in der Mittagspause eine Trainingsrunde einlegen kann, würde so gerade mal das Wochenende bleiben, sofern hier das Wetter mitspielt.

Daher biete sich gerade im Frühjahr der Besuch eines Trainingslagers im warmen und trockenen Süden nahezu an. Gerne werden diese Camps für ein bis zwei Wochen im 17. Bundesland Mallorca oder Lanzarote durchgeführt. Hier sind im Frühjahr die Trainingsbedingungen optimal, da es noch nicht zu heiß ist und das Klima dem typischen deutschen Durchschnitts Sommertag entspricht.
Auch wenn das Camp an sich komplett organisiert ist, muss man selber noch klären, ob man das wirklich als Vorbereitung nutzen möchte. In ein bis zwei Wochen wird aus einem couch potato sicher kein Profi Triathlet. Sowas bedarf doch kontinuierlichem und regelmäßigem Training. Also muss vor Buchung bzw. Besuch eine gewissen Grundtechnik und Kondition vorhanden sein, sonst ist das Ganze nur rausgeschmissenes Geld. Apropos Geld: So ein Camp ist auch nicht gerade ein günstiger Fitnessurlaub. Je nach Dauer, Anbieter und persönlichem Anspruch, kann man mit Kosten um die 2000 Euro rechnen. Will man sein eigenes Fahrrad mitnehmen, was ich tendenziell präferieren würde, kommen hier noch Kosten für eine Transportbox, besser noch ein spezieller Transportkoffer und den Kosten für das Sport(über)gepäck hinzu. Alternativ kann man sich natürlich auch meist vor Ort ein Rad ausleihen.

Gerade aus dem Grund der noch nicht wirklich vorhandenen Schwimmtechnik und -performance habe ich mich dann doch gegen das Camp entschieden. Es ist dort sicher nicht die Zeit, um Kondition und entsprechende Technik aufzubauen. Gerade im diesem Jahr haben wir ja anscheinend auch nicht so den typischen Winter mit meterdickem Schnee, so dass man dies bei entsprechender Selbstdisziplin auch in Deutschland als Vorbereitung nutzen kann.

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Kommentare 96

Timur Bender am Samstag, 28. Mai 2016 09:43

Kurze Gegenfrage in die Runde: warum ich beim Thema „die Balance zwischen Belastung und Pause“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Trotzdem kann eine individuelle Lösung richtig sein, auch wenn sie für die Mehrheit nicht passt. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.

Kurze Gegenfrage in die Runde: warum ich beim Thema „die Balance zwischen Belastung und Pause“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Trotzdem kann eine individuelle Lösung richtig sein, auch wenn sie für die Mehrheit nicht passt. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Janine Gruber am Donnerstag, 09. Juni 2016 10:44

Würde ich so nicht verallgemeinern. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?

Würde ich so nicht verallgemeinern. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?
Alex Korte am Donnerstag, 09. Juni 2016 13:27

Bei mir hat sich das nach einiger Zeit verändert. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.

Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?

Bei mir hat sich das nach einiger Zeit verändert. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden.

Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?
Laura Vogel am Donnerstag, 09. Juni 2016 13:58

Ich sehe es ein bisschen anders. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier.

Ich sehe es ein bisschen anders. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier.
Trimarkus am Sonntag, 29. Mai 2016 12:18

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Die praktische Frage ist für mich mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Gerade an stressigen Tagen brauche ich eine kleine Variante, die ohne Vorbereitung funktioniert.

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Die praktische Frage ist für mich mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Gerade an stressigen Tagen brauche ich eine kleine Variante, die ohne Vorbereitung funktioniert.
Tobias Stein am Samstag, 28. Mai 2016 12:21

Ich würde hier gern nachhaken. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.

Ich würde hier gern nachhaken. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.
P. Bender am Samstag, 28. Mai 2016 16:32

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?
Sarah Berger am Dienstag, 31. Mai 2016 11:39

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Was hat bei dir am meisten verändert?

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier. Was hat bei dir am meisten verändert?
Daria Klein am Dienstag, 31. Mai 2016 13:25

Das ist ein guter Einwand. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.

Das ist ein guter Einwand. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.
O. Peters am Freitag, 11. Dezember 2015 14:57

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: ob man „die Geduld beim Wiedereinstieg“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.

Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest? Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Ich habe dazu eine etwas andere Erfahrung: ob man „die Geduld beim Wiedereinstieg“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.

Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest? Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.
BananenTurbo am Freitag, 11. Dezember 2015 15:19

Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Ich finde den Blick auf mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Zwischen Arbeit und Terminen merke ich häufig erst später, wo die Grenze liegt. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Für den Wiedereinstieg hätte ich das gern früher gewusst.

Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Ich finde den Blick auf mehrere Trainingsblöcke an aufeinanderfolgenden Tagen hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Ein Lager ist nur sinnvoll, wenn auch Erholung und Familienalltag dazu passen. Zwischen Arbeit und Terminen merke ich häufig erst später, wo die Grenze liegt. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Für den Wiedereinstieg hätte ich das gern früher gewusst.
Paula Hartmann am Freitag, 11. Dezember 2015 17:19

Schön, dass du das ansprichst. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.

Schön, dass du das ansprichst. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.
Valentin Lenz am Freitag, 04. März 2016 17:39

Interessant, wie unterschiedlich das laufen kann: warum ich beim Thema „den eigenen Körper ernst zu nehmen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier.

Interessant, wie unterschiedlich das laufen kann: warum ich beim Thema „den eigenen Körper ernst zu nehmen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Bei einem Comeback hilft mir ein Plan mit Luft nach oben mehr als ein ehrgeiziges Ziel auf dem Papier.
Oliver Yilmaz am Freitag, 04. März 2016 20:13

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten? Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?

Das passt zu meiner Erfahrung, jedenfalls teilweise. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten.

Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten? Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Würdest du das Einsteigern genauso empfehlen?
Daria Klein am Samstag, 05. März 2016 08:42

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Universallösung. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training.
Sophia E. am Donnerstag, 09. August 2018 19:49

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: warum ich beim Thema „die schrittweise Steigerung“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: warum ich beim Thema „die schrittweise Steigerung“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Tina Müller am Freitag, 10. August 2018 09:42

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt.

Das beschreibt den Konflikt ziemlich gut. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt.
Mara Kaya am Sonntag, 12. August 2018 20:33

Würde ich so nicht verallgemeinern. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.

Würde ich so nicht verallgemeinern. Ich hätte mir früher gewünscht, jemand hätte Pausen genauso ernst genommen wie Training. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.
Mara Kaya am Mittwoch, 11. November 2020 15:35

Was mir an dem Ansatz gefällt: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die schrittweise Steigerung“ ausfallen. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst? Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.

Was mir an dem Ansatz gefällt: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die schrittweise Steigerung“ ausfallen. Gerade bei Beschwerden ist die Versuchung groß, jede kleine Verbesserung sofort auszureizen. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst? Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.
Chiara Böhm am Freitag, 09. November 2018 16:50

Ein bisschen widersprechen würde ich bei folgendem Punkt: wie sehr „die Geduld beim Wiedereinstieg“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?

Ein bisschen widersprechen würde ich bei folgendem Punkt: wie sehr „die Geduld beim Wiedereinstieg“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich kann inzwischen besser akzeptieren, dass eine abgesagte Einheit keine Niederlage ist. Schlaf und Erholung merke ich oft erst dann, wenn beides mehrere Tage zu kurz kommt. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?
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