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Es wird langsam ernst - Cologne Triathlon Rookies

Es wird langsam ernst - Cologne Triathlon Rookies Es wird langsam ernst - Cologne Triathlon Rookies

So langsam geht das Vorbereitungsprogramm der Cologne Triathlon Rookies 2016 in die entscheidende Phase. Nur noch etwa ein Monat, dann ist für etwa 60 angemeldete Rookies der Raceday in Köln, die entweder auf der smart oder der olympischen Distanz antreten. Eigentlich war ich – etwas feige – für die smart Distanz angemeldet, wurde dann aber von einer Trainingspartnerin auf die olympische Distanz upgegraded und konnte mich dagegen gar nicht wehren ;-)

Also nochmal von Anfang an. Dieses Jahr hat das Triathlon Rookie Programm am 01. Mai 2016, dem Tag der Arbeit, begonnen. Wenn „normale“ Menschen an einem Sonntag und erst recht an einem Feiertag bestenfalls gerade beim ersten Kaffee sitzen, waren die rund 60 Rookies auf dem Vorplatz des Neptunbades in Köln versammelt und haben die erste Lehrstunde in Radtechnik, Sicherheit und Gruppenfahren erhalten. Zunächst gab es einige einleitende und motivierenden Worte von TRaniner Henning und nach einem ersten Sicherheitscheck der Räder durch die Trainer, ging es auch gleich an die praktischen Übungen. Abstandfahren neben- und hintereinander und weitere Übungen standen auf dem Programm. Da ja einer den Anfang machen musste, hatte ich dann auch als erster einen Platten (am Vortag war eine Feier auf dem Platz und es wimmelte nur so von Scherben und anderem "reifenunfreundlichen Gedöns"). Da wir den Radreparatur- und -pflegekurs noch nicht hatten, hat mir Jochen von den Trainern geholfen, den Schlauch möglichst schnell zu tauschen, damit ich dann für die anstehende erste Tour wieder fahrtüchtig bin. Dadurch habe ich leider die Übung für das richtige Bremsen verpasst, aber dann muss es halt ohne klappen. Übermütig habe ich mich dann auch gleich für die Tour bei Clemens in der Gruppe einsortiert, der etwas länger und zackiger fahren wollte; lief aber problemlos. Damit war der Auftakt der Rookies geglückt.

Am Dienstag ging es dann in Köln auf die Ostkampfbahn bzw. der Tartanbahn zum Lauftraining. Hier stand dann primär Technik- und Konditionstraining im Laufen auf der Tagesordnung. Ich lernte dann gleich meine Lieblingsübung im Lauf-ABC, den Doppelhopps (neben anderen Koordinationsübungen), kennen, den ich bis heute nicht richtig kann und zur Belustigung der Trainingskollegen und –trainer immer irgendetwas mache, was nur entfernt mit der richtigen Technik-Übung zu tun hat. Daneben gibt’s dann immer noch diverse Intervalltrainings- und andere Übungen zur Geschwindigkeitsoptimierung im Laufen. Und damit erst gar keine Müdigkeit aufkommt, geht es dann jeden Samstag gleich mit dem Schwimmtraining weiter. Wir hatten immer zwei reservierte Schwimmbahnen für unterschiedliche "Schwimmstärken", und auch dabei habe ich mich mal mutig direkt auf die Bahn für Fortgeschrittene einsortiert. Hier habe ich es dann geschafft Johann als Trainer auf der Bahn, zur Verzweiflung zu treiben, weil ich beim Abschlagsschwimmen nicht "abgeschlagen" und neben vielen anderen Technik-Fehler den Kopf selten in der richtigen Wasserlage gehalten habe. So ging es dann gut die ersten zwei Monate im Vorbereitungsprogramm für den Köln Triathlon, um eine gewissen Grundtechnik und Geschwindigkeit in den drei Disziplinen, Schwimmen, Rad und Laufen hinzubekommen.

Langsam wurde es draußen wärmer und heller und somit war die Zeit für das Freiwassertraining am Mittwoch, statt Samstag im Schwimmbad, gekommen. Auf in den Fühlinger See in Köln. Die erste Hürde war für die meisten schon das Anziehen des Neoprenanzuges. Diese hautenge Teil was neben dem Wärmeschutz von Triathleten gerne zur Optimierung der Wasserlage und somit zur Kraftschonung eingesetzt wird. Aus meiner Sicht hätte dieser anstrengende Teil für das Training schon ausgereicht, aber wir mussten dann doch noch in den See. Erste Disziplin war das Neo-Fluten. Den Begriff hatte ich vorher schon einmal von anderen Triathleten gehört, aber Google hatte mir damals bei der kurzen Recherche nicht erklärt, was hiermit gemeint ist. Beim Fluten heißt es einmal kurz bis zum Hals in Wasser tauchen und dann den Neopren am Kragen etwas zu lüften, damit ein Schwall Wasser in die „Pelle“ dringen kann. Dieses Wasser ist dann die eigentliche Isolationsschicht. Danach ist man dann auch erst einmal wach und kann direkt mit dem Kraulen starten. So Freiwasser ist schon was anderes als die Laborbedingungen im Schwimmbad. Hier gibt es nicht nach 25/50m ein rettendes Beckenrand bzw. die Perlenschnur zwischen den Bahnen zum Festhalten, dafür kann man sich wunderbar mit dem Neo auf den Rücken legen und mit ausgestreckten Armen "toter Mann" spielen. Dies haben die Meisten dann auch zur Entspannung an jeder Bojen-Pause genutzt. Auch bei den anderen Trainingseinheiten wurde das Tempo langsam angezogen. Beim Laufen wurden die Intervalleinheiten intensiver (auf den Doppelhopps wurde leider nicht verzichtet) und die Radstrecken wurden schneller und länger. Angereichert wurde dies dann durch einige Einheiten Zeitfahren oder einer Bergetappe zur eigenen Standortbestimmung der Leistung.

Nicht vergessen sollte man die ergänzenden Trainingseinheiten wie das Faszientraining und den für mich wirklich wichtigen Radreparatur- und Pflegekurs. Eine Blackroll hatte ich schon eine ganze Zeit „im Schrank“ liegen, aber außer mal etwas testweise Rollen, habe ich damit nicht wirklich was gemacht. In einem Zusatzkurs wurden die Rookies dann mal in die richtige Technik und den Nutzen dieser Hartschaumrolle eingeführt. Man kann damit quasi den ganzen Körper massieren und bei richtiger Anwendung dem ein oder andere Zipperlein vorbeugen. Hoffentlich werde ich dieses Teil jetzt mal was öfter beim Fernsehen einsetzen und so die Verspannungen/Muskelkater reduzieren. Außerdem gab es bei Peter im Radladen einen umfassenden Kurs in die wichtigsten Tätigkeiten für die Radreparatur und –pflege, die man als Triathlet beherrschen sollte bzw. muss, da man im Wettkampf von außen keine Hilfe bekommt. Neben einer kurzen Einführung hieß es dann auch gleich "Hinterrad ausbauen und Luft rauslassen", um einen Platten zu simulieren. Das Vorderrad wäre ja zu einfach gewesen! Daneben gab es noch jede Menge Tipps für die richtige Pflege. Z.B. kann man die vielen Finisher Shirts perfekt für die Kettenpflege gebrauchen, da man nach jeder längeren Tour zur Säuberung einmal die komplette Kette abwischen sollte, was ich bisher nicht getan hatte und daher wunderbar schwarz verschmierte Finger nach dem Einbau des geflickten Rades hatte.

In dem jetzt angebrochenen letzten Monat der Vorbereitung auf den Triathlon in Köln kommen die aus meiner Sicht interessantesten Übungseinheiten. Das Wechsel- und Koppeltraining, also das Trainieren des Übergangs von Schwimmen aufs Radfahren bzw. vom Radfahren auf das Laufen oder auch gerne mal alles drei hintereinander. Hier merkt man erst mal wie fummelig es sein kann, wenn man aus der Horizontalen schnell in die Vertikale und dem Wechsel der Klamotten kommen muss. Neben dem optimalen Einrichten der eigenen Wechselzone kommt es dann darauf an, die richtigen Handgriffe zu machen, um sich nicht selber im Weg zu stehen und vor allem nichts Wichtiges zu vergessen. Das ganze wird jetzt quasi in jede Trainingseinheit eingebaut, bis dann hoffentlich beim Wettkampftag richtig sitzt und man auch den richtigen Rhythmus der Geschwindigkeiten gefunden hat. Ich kämpfe dann noch mit dem schnellen Neo-Ausziehen und dem smoothen Gleiten durch die Wechselzone und dem barfuß aufs Rad springen, wenn die Schuhe schon im Rad eingeklinkt sind. Mal sehen, ob das bis Köln noch klappt...

Gekrönt wird das Training dann in einigen Tagen mit einer Generalprobe in Form eines Testtriathlons und den letzten wichtigsten Tipps und Regeln für den Wettkampftag. Tschakaaaa!!!!!

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Die Generalprobe - LAGO Beach Triathlon Zülpich
Die Cologne Triathlon Rookies
 

Kommentare 100

Tina Wagner am Donnerstag, 11. August 2016 09:13

Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: dass Fragen zu „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Hat sich das bei dir auch langfristig bewährt?

Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: dass Fragen zu „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Hat sich das bei dir auch langfristig bewährt?
Florian Krause am Dienstag, 13. Dezember 2016 14:52

Von meiner Seite eine kleine Ergänzung: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann.

Von meiner Seite eine kleine Ergänzung: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann.
Trimarkus am Dienstag, 13. Dezember 2016 18:38

Ich glaube, wir meinen etwas Ähnliches, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um die letzten Tage vor dem Wettkampf. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Manchmal war die beste Entscheidung wirklich, eine halbe Stunde früher Schluss zu machen.

Ich glaube, wir meinen etwas Ähnliches, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um die letzten Tage vor dem Wettkampf. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Manchmal war die beste Entscheidung wirklich, eine halbe Stunde früher Schluss zu machen.
Melanie Q. am Donnerstag, 11. August 2016 10:39

Was mir an dem Ansatz gefällt: wie sehr „die Planung im Vorfeld“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.

Was mir an dem Ansatz gefällt: wie sehr „die Planung im Vorfeld“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.
Emilia N. am Donnerstag, 11. August 2016 11:43

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Kettenfett am Donnerstag, 11. August 2016 12:08

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?

So hatte ich das noch nicht betrachtet. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?
I. Roth am Sonntag, 19. Mai 2019 09:08

Ich habe beim Lesen zuerst an meine letzte Saison gedacht: warum ich beim Thema „das Pacing über mehrere Disziplinen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.

Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?

Ich habe beim Lesen zuerst an meine letzte Saison gedacht: warum ich beim Thema „das Pacing über mehrere Disziplinen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Ich lese solche Erfahrungen besonders gern, wenn neben dem Ergebnis auch die schwierigen Phasen beschrieben werden. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.

Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?
Niklas Lorenz am Donnerstag, 13. Juni 2019 12:06

Bei mir hat sich das nach einiger Zeit verändert. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.

Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.

Bei mir hat sich das nach einiger Zeit verändert. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.

Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.
Melanie Q. am Sonntag, 19. Mai 2019 09:49

In meinem Alltag in Bochum sehe ich den Punkt etwas anders. Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Ich bin eher zufällig darauf gekommen und habe es danach erst einmal ein paar Wochen beobachtet. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Das kleine Detail hätte ich früher wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen.

In meinem Alltag in Bochum sehe ich den Punkt etwas anders. Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Ich bin eher zufällig darauf gekommen und habe es danach erst einmal ein paar Wochen beobachtet. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Das kleine Detail hätte ich früher wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen.
H. Bergmann am Sonntag, 19. Mai 2019 13:13

Da geht es mir ähnlich. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.

Da geht es mir ähnlich. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.
Simon Berger am Dienstag, 22. November 2016 11:14

Hier musste ich tatsächlich grinsen: ob man „die Wettkampfnervosität“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Hier musste ich tatsächlich grinsen: ob man „die Wettkampfnervosität“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.
Maja Korte am Mittwoch, 23. November 2016 12:57

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Mara Roth am Mittwoch, 23. November 2016 13:53

Da geht es mir ähnlich. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.

Da geht es mir ähnlich. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont.
Trimarkus am Freitag, 09. Dezember 2016 15:14

Auf diese Konsequenz wollte ich hinaus. Die praktische Frage ist für mich die letzten Tage vor dem Wettkampf. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Ich bin nicht gegen Zahlen, aber sie müssen zur eigentlichen Frage passen.

Auf diese Konsequenz wollte ich hinaus. Die praktische Frage ist für mich die letzten Tage vor dem Wettkampf. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Ich bin nicht gegen Zahlen, aber sie müssen zur eigentlichen Frage passen.
Paul Severin am Samstag, 12. August 2023 11:44

Ein Punkt, den ich lange unterschätzt habe: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Wettkampfnervosität“ ausfallen. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.

Ein Punkt, den ich lange unterschätzt habe: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Wettkampfnervosität“ ausfallen. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
Malte Bergmann am Donnerstag, 11. August 2016 17:43

Die Perspektive fehlte mir bisher: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Die Perspektive fehlte mir bisher: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Christian Severin am Mittwoch, 17. August 2016 20:51

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.

Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?

Genau bei diesem Punkt würde ich unterscheiden. Auf die Frage gibt es nach meiner Erfahrung keine Antwort, die bei allen passt. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten.

Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Sophie Lang am Donnerstag, 08. Dezember 2016 20:42

Bei mir war die Lernkurve erstaunlich steil: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Planung im Vorfeld“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?

Bei mir war die Lernkurve erstaunlich steil: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Planung im Vorfeld“ ausfallen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst?
Trimarkus am Freitag, 09. Dezember 2016 08:34

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Ich finde den Blick auf die letzten Tage vor dem Wettkampf hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm. Eine lange Pause und ein übervoller Kalender erfordern eben unterschiedliche Lösungen. Vor allem die Erholung danach wird in solchen Vergleichen oft vergessen. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.

Das deckt sich nicht vollständig mit meiner Erfahrung, ist aber gut begründet. Ich finde den Blick auf die letzten Tage vor dem Wettkampf hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Kurz vor dem Start bringt hektisches Nachholen selten etwas. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm. Eine lange Pause und ein übervoller Kalender erfordern eben unterschiedliche Lösungen. Vor allem die Erholung danach wird in solchen Vergleichen oft vergessen. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.
Laura Hartwig am Dienstag, 20. Dezember 2016 12:27

Ich habe beim Lesen zuerst an meine letzte Saison gedacht: dass Fragen zu „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus.

Ich habe beim Lesen zuerst an meine letzte Saison gedacht: dass Fragen zu „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus.
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