Laufen und Fahrradfahren war ja jetzt an sich kein Problem. Die Kondition und die Geschwindigkeit, vor allem aber der nahtlose Wechsel zwischen den Disziplinen könnte sicher noch optimiert werden, aber grundsätzlich war da Potential vorhanden. Bleibt nur die Frage wie ich jetzt am besten schwimmen lerne? Um das klarzustellen, das typische Schulsport Schwimmen ist damit jetzt nicht gemeint. Alles was man können muss, um das golden Abzeichen mit 25m tauchen, Ring aus x Meter Tiefe zu holen und 30 Minuten am Stück zu schwimmen (keine Ahnung was man dafür wirklich können musste) war vorhanden. Aber auch wenn es beim Triathlon keine Vorgabe gibt, wie man die Strecke schwimmtechnisch absolvieren muss, wollte ich dies doch gerne "richtig" machen.
Unter "richtig" verstehe ich in diesem Fall das Kraulschwimmen und das konnte ich mal mit Sicherheit gar nicht, da es nicht Teil der Goldprüfung oder überhaupt des wenigen Schwimm-Schulsport-Unterrichtes war. Also galt es bei null anzufangen. Nur wer bringt einem das Schwimmen richtig bei?
Also blieb nur die Option, einen Einzeltrainer zu suchen, der sich genau an meinen Bedürfnissen orientiert. Auch das schien nicht ganz leicht zu sein. Als Erstes fällt einem da natürlich ein Personal-Trainer ein. Allerdings waren die Kontaktaufnahme und das erste Gespräch doch sehr ernüchternd. Nicht nur, dass dieser "Spaß" sehr kostspielig ist. Tendenziell ist dies auch eher für Leute gedacht, die selber die regelmäßige Motivation nicht aufbringen und von Jemandem zum Training ermutigt werden müssen. Das traf auf mich nicht zu. Dann habe ich das Angebot eines Personal-Swim-Coachs gefunden. Dieser ist zwar auch ein Personal-Trainer, aber primär nur auf das Schwimmen ausgerichtet. Die Kosten betrugen hier fast die Hälfte, allerdings blieb das Problem der doch umständlichen Terminorganisation. Der Trainer stellt sich zwar zeitmäßig auf den Kunden ein, da dieser aber natürlich kein (eigenes) Schwimmbad im Zugriff hat, muss hier der eigene Kalender, mit dem Kalender des Coaches und den Öffnungszeiten des Schwimmbades synchronisiert werden. Dies macht ein regelmäßiges Training nicht gerade einfacher. Aber alle guten Dinge sind drei. Der - vermutlich größte - Sportverein im Umfeld hat ein eigenes Schwimmbad und bietet hier auch Einzelstunden für Erwachsene an. Auch wenn diese Stunden eigentlich in absehbarer Zeit alle ausgebucht waren, habe ich mich auf die Warteliste setzen lassen. Glück muss man auch mal haben; fast zeitgleich mit meiner Wartelisten Anmeldung ist ein Schwimmschüler fertig geworden und ich konnte den freien Platz einnehmen. Dank des eigenen Schwimmbades war die Terminfindung hier deutlich einfacher, zumal auch die Chemie mit dem Trainer direkt gestimmt hat.
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