Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim
„Achtsamkeit“ klingt für viele nach gedämpftem Licht, Meditationsmusik und dem Auftrag, endlich gelassen zu werden. Mich interessiert daran etwas viel Bodenständigeres: Kann ich merken, dass mein Kopf gerade schon drei Schritte weiter ist als mein Körper? Und kann ich kurz unterbrechen, bevor ich automatisch reagiere? Mehr muss daraus für den Anfan
Eine Startnummer liefert Struktur. Der Termin steht fest, die Trainingswochen lassen sich rückwärts planen, am Ende wartet eine Ziellinie. Was aber passiert, wenn kein Wettkampf ansteht? Manche erleben dann einen erstaunlichen Motivationsverlust, obwohl sie ihren Sport eigentlich mögen. Das ist kein Widerspruch: Ein äußeres Ziel ersetzt nicht autom
In Trainingsplänen stehen Dauer, Tempo und Wiederholungen. Schlaf erscheint dort bestenfalls als Randnotiz. Dabei entscheidet sich ein Teil der Anpassung gerade in den Stunden, in denen keine Uhr mitläuft. Das bedeutet nicht, dass jede kurze Nacht den Trainingseffekt zunichtemacht. Es bedeutet, dass Schlaf eine Ressource ist, die sich nicht unbegre
Ausdauersportler kennen die bange Frage nach einer längeren Trainingspause: Wie viel von der mühsam aufgebauten Form bleibt eigentlich übrig? Hinter dem Wort „Formverlust“ verbergen sich mehrere Prozesse, die erstaunlich unterschiedlich ablaufen. Die Uhr kann schneller werden, während der Bewegungsablauf noch vertraut wirkt. Oder die erste lockere
Es gibt Themen, die so selbstverständlich in unseren Alltag eingewoben sind, dass wir sie kaum als Entscheidung wahrnehmen. Alkohol gehört dazu. Er ist Teil von Ritualen, Belohnungen, kleinen Pausen zwischen zwei Terminen, von Wochenenden und von „Wir haben es uns verdient“-Momenten. Gerade im Sportumfeld hat sich eine fast romantische Erzählung et
2020 war für mich in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr – und nicht unbedingt nur im positiven Sinn. Wie ich schon in meinen Artikeln „Das Jahr des Postponed“ und „My personal Lockdown“ beschrieben habe, hat sich vieles verschoben, geändert, ja sogar komplett aufgelöst. Trainingspläne? Durcheinander. Wettkämpfe? Abgesagt. Struktur? Nur noch ein
Es war kein lauter Moment, kein Stolpern, kein falscher Schritt. Es war nur dieses kleine, unscheinbare Zwicken im rechten Knie. So etwas, das man als Ausdauerathlet automatisch in die „Wird-schon-weggehen“-Schublade legt. Ein bisschen Schonung, eine Nacht Schlaf, vielleicht zwei — fertig. Ich dachte an Überlastung, an einen etwas zu ambitionierten
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: Auch die Fitnessstudios mussten im Zuge der Corona-Eindämmungsmaßnahmen bundesweit schließen. Und obwohl ich damit gerechnet hatte, hat es mich doch kurz erwischt – so ein Dumpf im Bauch, ein „Na toll, und jetzt?“. Rückblickend wundere ich mich sogar ein bisschen, dass Studios im Vergleich zu anderen Einri
Wenn Kalender plötzlich zu Streichlisten werden und Pläne zu Fußnoten, sucht man sich Bilder, die das Unfassbare greifbar machen. So kam mir irgendwann der Gedanke an die poetischen, manchmal rätselhaften Jahresnamen, die in China seit Jahrhunderten durch die Zeit wandern: „Jahr des Drachen“, „Jahr des Ochsen“, „Jahr der Glückseligkeit“. Klingt nac
Es war der zweite Anlauf, dieselbe Distanz, ein anderes Terrain, neue Variablen: Ironman 70.3 Kraichgau – 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen. Die große Überschrift blieb gleich, der Untertitel lautete diesmal: hügeliger, heißer, härter. Schon bei der Anmeldung hatte ich mir eingeredet, dass die kürzere Anfahrt im Vergleich zu Rügen vieles
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